Das neue Berlin präsentiert...
sich seinen Besuchern wieder als offene Stadt. Das Brandenburger Tor – einst Symbol der deutschen Teilung – ist erneut Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt. In seinem Umkreis wächst Berlins neue Mitte heran, eine einzigartige Stadtlandschaft, in der sich Altes mit Neuem verbindet und die Zukunft der Stadt sichtbar wird. Auf dem Terminkalender der Stadt stehen Einweihungsfeiern, Eröffnungen und der Bezug von Regierungsbauten, Botschaftsgebäuden, Fernsehstudios, Bahnhöfen, Wohn- und Geschäftsquartieren und neuen Verkehrsabschnitten. Die Zeichen von Aufbruch, Aufbau und Modernisierung sind überall im Stadtbild sichtbar.
Auf einer Fläche von rund 892 Quadratkilometern, so groß wie München, Stuttgart und Frankfurt am Main zusammen, vereinigt Berlin eine Vielzahl ganz unterschiedlich geprägter Stadtquartiere, Zentren und Bezirke.
Die Geschichte einer Weltstadt
Im Vergleich zu anderen europäischen Städten ist Berlin mit nicht einmal 800 Jahren eine junge Stadt, doch ihre Geschichte ist einzigartig. Die beiden Gründerstädte Cölln und Berlin schlossen sich 1307 zu einer Union zusammen. Nach Unruhen erklärte Kurfürst Friedrich II. 1451 die Doppelstadt zu seiner Residenz.
1701, nach der Selbstkrönung von Kurfürst Friedrich III. zu König Friedrich I. in Preußen, stieg Berlin zur königlichen Haupt– und Residenzstadt auf. Zahlreiche bekannte Bauten entstanden, sein Enkel Friedrich II. (1740–1786) setzte die architektonische Neugestaltung der Stadt unter Baumeister Knobelsdorff fort. 1806–08 besetzten Napoleons Truppen die Stadt; nach dem Sieg bei der Völkerschlacht von Leipzig wurde 1814 die von Napoleon annektierte Quadriga wieder zum Brandenburger Tor zurückgebracht.
In den folgenden Jahrzehnten entstanden die prachtvollen klassizistischen Bauten von Schinkel und die kunstvollen Parkanlagen von Lenné. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Wirtschaft einen kräftigen Aufschwung, die Bevölkerung wuchs rasant. Nach 1871, als Berlin Hauptstadt des Deutschen Reichs geworden war, steigerte sich der Bau- und Wirtschaftsboom in der Gründerzeit, Berlin wuchs zur Millionenstadt. Die schwere Niederlage im Ersten Weltkrieg stürzte das Reich und die Hauptstadt 1918 in eine tiefe Krise , aus der heraus die Republik ausgerufen wurde. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen und revolutionärer Unruhen blühte in den zwanziger Jahren das kulturelle Leben; mit innovativen Theaterinszenierungen, glanzvollen Filmpremieren, temporeichen Varietés und dem unvergleichlichen Nachtleben wurde Berlin zum Zentrum der "Golden Twenties". Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 setzte die Verfolgung der Juden, Kommunisten, Homosexuellen, Oppositionellen und vieler anderer ein.
Nach dem Terror der Nazidiktatur und dem Ende des Zweiten Weltkrieges lag die Stadt 1945 in Trümmern. Das Stadtgebiet wurde auf die vier Siegermächte Sowjetunion (Osten), USA (Südwesten), Großbritannien (Westen) und Frankreich (Nordwesten) aufgeteilt. Mit der Berlin-Blockade 1948 wurde die Stadt zum Spielball des sowjetisch-amerikanischen Konflikts; Amerikaner und Briten versorgten die drei Westsektoren über die "Luftbrücke" mit "Rosinenbombern". In Ost- und Westberlin begann der Wiederaufbau. Der Bau der Berliner Mauer am 13.8.1961 besiegelte die Teilung der Stadt und trennte ihre Bevölkerung.
Die Stadt feierte, als am 9.11.1989 die Mauer fiel. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde Berlin zum Sitz der Bundesregierung, die am 19. April 1999 im neu gestalteten Reichstag ihre erste Plenarsitzung hielt. Der Reichstag mit der neuen gläsernen Kuppel wurde zur Attraktion für Berliner und Touristen aus aller Welt. Den Jahrtausendwechsel feierte Berlin mit einem rauschenden Fest am Brandenburger Tor. Seitdem hat sich in Berlin viel verändert. Und Berlin wird auch weiterhin in Bewegung bleiben.
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