Home
  Aktuelles
  Wir über uns
  Übernachtung
  Reiterferien
  Leistungen
  Verkaufspferde
  Gestütsführung
  Palominozucht
  Stutenmilch
  Hofladen
  Preise
  Fotogalerie
  Online-Shop
  Gästebuch
  Forum
  Extras
  Kontakt/Anfahrt
  Impressum


Home  >  Übernachtung  >  Übersichtskarte  >  Oberhavel  >  Hakenberg



Schlacht bei Fehrbellin


Die unübersehbare Sehenswürdigkeit...


von Hakenberg ist das Denkmal zum Andenken an die Schlacht bei Fehrbellin von 1675, eine kleinere Schwester der Siegessäule in Berlin. Das Denkmal ist 34,37 m hoch und wurde 1800 von Friedrich Eberhard von Rochow errichtet. Auf der Spitze des als Aussichtsturm errichteten Denkmals steht eine Bronze-Victoria nach einem Entwurf von Christian Daniel Rauch. Das Portrait am Fuße der Siegessäule zeigt den Kurfürsten Friedrich Wilhelm.

Zur Geschichte des Feldzuges 1675

Die Schweden hatten die gesamte Mittelmark eingenommen. Bei Brandenburg hatten sie ihre Hauptmacht unter Generalleutnant Waldemar Wrangel versammelt, während in Rathenow eine schwächere, in Havelberg eine stärkere Abteilung stand. Die Schweden beherrschten somit die Havel von ihrer Mündung bis nach Brandenburg. Sie wollten nun über die Elbe, um sich mit dem Herzog von Hannover-Braunschweig-Lüneburg, einem Parteigänger Ludwig XIV., zu verbinden und die Verbündeten im Rücken anzugreifen. In diesem Augenblick erschien Kurfürst Friedrich Wilhelm am 11. Juni in Magdeburg. Er war mit der Reiterei (5000 -6000 Mann) und einem Teil der Infanterie (1200 Mann) vorausgeeilt, während das Gros der letztern noch weiter zurückgeblieben war. In Magdeburg hörte er, daß die Schweden keine Ahnung von seinem Anmarsch hätten. In einem Kriegsrate wurde daher beschlossen, sie zu überraschen und Ihre Stellung in der Mitte bei Rathenow zu durchbrechen. Es gelang wider alle Erwartung. Am 15. Juni wurde Rathenow genommen und die schwedischen Truppen voneinander getrennt. Um sich vereinigen zu können, mußten sie nach Norden ausweichen. Das Hauptheer von Brandenburg trat am 16. Juni den Rückzug nach Nauen an und suchte Fehrbellin zu erreichen. Der Kurfürst nahm sofort die Verfolgung auf. Am 18. Juni brachte man die Schweden vor Fehrbellin bei Hakenberg und Linum zum Stehen. Es kam zu einer Schlacht, die mit dem Sieg der Brandenburger endete, dem ersten in dem später so strahlenden Kranze des brandenburg-preußischen Heeres.

Noch mehr Geschichte zum anfassen

Elf Kilogramm wiegt die schwerste, 700 Gramm die leichteste: 42 Kanonenkugeln der Schlacht von Hakenberg liegen im Kirchturm des Dorfes unweit von Fehrbellin. Über die einst tödlichen Zeugnisse deutscher Geschichte wacht seit 21 Jahren Rolf Pritzkow. Im Jahre 1675, als sich schwedische Truppen und die Soldaten des Brandenburger Kurfürsten Friedrich Wilhelm hier eine erbitterte Schlacht lieferten, verließen die mattschwarzen Eisenkugeln die Kanonenmündungen. Danach lagen die eisernen Geschosse lange unbeachtet auf den Äckern um Hakenberg, bis sich im 19. Jahrhundert, rund zweihundert Jahre nach der historischen Schlacht, Carl August Peters aus Berge begann die Kugeln zu sammeln. Peters lebte von 1817 bis 1882. Er galt als strenger Lehrer, war aber bei den Bauern beliebt. Er lehrte in Hakenberg nicht nur das Christentum sondern spielte auch die Orgel. ,,Er war mißtrauisch", sagt Rolf Pritzkow. Denn um sich keine falschen Kugeln unterschummeln zu lassen, sammelte er nur solche, die wirklich auf Haken berger Gelände gefunden worden waren. Die Kugeln tragen bis heute die Nummern, die ihnen ihr Sammler und Bewahrer gab. In einem Buch hielt Peters zu jeder einzelnen genau Finder und Fundort samt Flurstück fest. Von einigen Kugeln sind nur Splitter übrig. Schon damals wurden Schrapnells mit Pulver, Schrauben und Glasscherben gefüllt, um möglichst verheerende Wunden zu reißen. Die Holztür, hinter der die Kugeln heute aufbewahrt werden, war einst das Kirchentor. Sie trägt die Kerben von Axthieben. Schweden versuchten, die Kirche aufzubrechen. Doch die Tür hielt stand. Die Plünderer wurden vertrieben. Rolf Pritzkow wurde in dem Haus gegenüber der Kirche geboren. Bis zu seiner Rente war er Landwirt. Wenn er aus seinem Fenster Reisende sieht, bietet er ihnen eine Führung zu den Kugeln an. Geld nimmt er dafür nicht. ,;Wenn ich hier bin, mach ich's gern. Wenn nicht, haben sie Pech", sagt er. Viele nette Leute lernte er so schon kennen. Seit der Wende besuchen auch Schulklassen die Kirche. Viele Kinder beeindruckt das große Gebäude: ,,Dann merke ich, daß die noch nie eine Kirche betreten haben", sagt der Kirchenälteste und führt sie in den Glockenturm hinauf, auch wenn der Pfarrer das der steilen Treppe wegen gar nicht gern sieht. Dort oben liegen noch Schiefertafeln, mit denen der Turm früher eingedeckt war. Die schenkt Pritzkow den Kindern und erklärt ihnen, da er als Schüler selbst auf so einer Tafel schrieb.

Rolf Pritzkow bewahrt noch einen weiteren Schatz des einstigen Lehrers Peters: Das Goldene Buch von Hakenberg mit 2000 Unterschriften - unter ihnen die von Otto von Bismarck und Theodor Fontane.

nach Christian Cranz











Teichland Linum
Zu den Teichen 58
16833 Linum
Tel. 033922/50408
Fax 033922/50504
E-Mail
www.storchendorf-linum.de