Kampehl ist ein besonderer...
Ort im Ruppiner-Land, das Dorf lebt
von einer Sage um den Ritter Kahlbutz. Dieser Ritter hatte
sich in Diensten des Kurfürsten Friedrich-Wilhelm von
Brandenburg im Krieg gegen die Schweden besonders hervorgetan
und wurde daher mit dem Gute Kampehl bei Kyritz erbbelehnt.
Er heiratete eine Frau aus dem alteingesessenen märkischen
Adelsgeschlecht von Rohr und hatte mit ihr zwei Kinder.
Nun geschah es, daß eine Magd seines Gutes, Maria Leppin,
deren Hochzeit mit dem Schäfer des Nachbardorfes bevorstand,
ihm das Recht der ersten Nacht verweigerte.
Die Sage erzählt, daß der Schäfer, der eines Tages seine Tiere
auf des Ritters Grund und Boden weiden ließ,
von diesem gestellt und darauf im Streit erschlagen wurde.
Da es keine Zeugen gab, schwur der Ritter in der Verhandlung über den Fall
einen Eid, er wolle nach seinem Tode nicht wie normale Sterbliche verwesen,
sondern seine beladene Seele möge ruhelos umhergehen,
wenn er den Tod des Schäfers auf dem Gewissen habe.
Tatsächlich ist der meineidige Ritter Kahlbutz Jahrzehnte später beim Umsetzen der Familiengruft mumifiziert aufgefunden worden.
Wissenschaftliche Untersuchungen konnten dieses Phänomen bislang nicht zweifelsfrei klären.
Allen Nachgeborenen zur Warnung und Mahnung ist der unglückselige Ritter heute in der Dorfkirche zu Kampehl zu besichtigen.
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