Perle der Mark Brandenburg
Wer einmal an der Uferpromenade zwischen der Klosterkirche St. Trinitatis, dem 17 Meter großen PARZIVAL aus blitzendem Stahl und dem schier endlosen Ruppiner See gestanden hat, wird dies bestätigen. Von hier aus stechen die schmucken Schiffe der Fahrgastschifffahrt nach Boltenmühle, dem Herz der Ruppiner Schweiz, in See. Dass hier der ideale Ort zum Wasserwandern, Radfahren und Wandern ist, ist offensichtlich.
Doch das idyllische Städtchen am längsten See Brandenburgs hat noch mehr zu bieten. Hier wurden der Baumeister des deutschen Klassizismus Karl Friedrich Schinkel und der Romancier Theodor Fontane geboren. Friedrich der Große kommandierte als Kronprinz in Neuruppin acht Jahre lang ein Regiment. Der Baumeister der Berliner Staatsoper Unter den Linden Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichtete in Neuruppin – auf Wunsch Friedrichs, der in seinem Amaltheagarten überdacht musizieren und feiern wollte – sein erstes Bauwerk, einen Rundtempel. Die Kaufmannsfamilie Gentz verlieh dem Tempelgarten im 19. Jahrhundert einen maurischen Charakter und garnierte ihn mit barocken Figuren und exotischen Gehölzen.
Die historische Altstadt gilt als ein zweihundert Jahre altes Gesamtkunstwerk des Frühklassizismus. Eines der ältesten Museen Brandenburgs, das Museum der Stadt Neuruppin, lockt Interessierte, zum Beispiel um etwas über die berühmten Neuruppiner Bilderbogen, die hier von 1810 bis 1934 hergestellt wurden, zu erfahren. Auch im Fontanezentrum im Alten Gymnasium am Schulplatz befindet sich nicht nur eine umfangreiche Ausstellung über den Namensgeber der Stadt. In der dortigen Bilderbogengalerie ist für jedes Alter gleichermaßen interessant die Geschichte der Bilderbogen aufgearbeitet. Die kolorierten Blätter erzählen vom Freud und Leid jener Zeit, geben Informationen zum Zeitgeschehen, enthalten Ausschneidefiguren und manch tröstlichen Text.
Tolle Freizeitmöglichkeiten für aktive Urlauber von heute bietet die Segelschule des RSN (Ruppiner Segler), das Sportcenter Neuruppin, der Tierpark in Kunsterspring (mit nächtlichen Führungen) und das Jahnbad aus Zilles Zeiten.
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