Sage vom König Hinz
In grauer Vorzeit gab es in der Prignitz einen König, der hieß Hinz. Er war gut und gerecht zu jedermann und überaus beliebt bei seinen Untertanen. Doch niemand lebt ewig und so starb auch dieser König eines Tages. Jedoch sein Volk beschloss wenigstens die Erinnerung an diesen treuen Herrscher auf alle Zeit lebendig zu halten. So errichtete man dem Toten ein wahrhaft königliches Grabmal, welches einzig in seiner Art sein sollte. In drei verschiedenen Särgen wovon der edelste in Gold getrieben war, bestattete man den König sowie seine Gemahlin und eine treue Dienerin, die ihm voller Schmerz in den Tod gefolgt waren. Auf das niemand die Ruhe des Herrschers stören könne, wurde ein mächtiger Hügel um das Grab aufgeschüttet. Es entstand der "Hinzberg!" Durch die Jahrtausende hinweg wurde nun die Geschichte von König Hinz von Generation zu Generation weitergegeben. Im vorigen Jahrhundert aber machte sich ein Bauer, auf dessen Besitz sich der Hügel befand, an das Aufgraben. Ruhelos grub er tagelang und
förderte doch nur Steine zutage. Darüber vergaß der Bauer seine täglichen Pflichten und so stand er bald arm und mittellos da. Das war die Strafe des König Hinz für seine Habgier!
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