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Home  >  Palominozucht  >  Kinsky Historie


Die Geschichte der Kinskys

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Die Geschichte der Familie Kinsky und ihrer Pferde beginnt etwa um das Jahr 1300. In den darauf folgenden Epochen findet die Familie immer wieder Erwähnung in diplomatischen und beratenden Tätigkeiten für die Entscheidungsträger ihrer Epochen. 1628 wurde dem Familienoberhaupt der Titel des Grafen verliehen. Im Jahre 1721 begann der Bau des Schlosses Karlskrone in Chlumec an der Cidlina als Familiensitz der Kinskys. Bauherr war Graf Ferdinand Kinsky.

Schon bald beauftragte der König die Familie mit der Zucht von Pferden für Militär und Wirtschaft. Als Zuchtziel waren damals Falben und Isabellen erwünscht. Der älteste Sohn des Grafen Ferdinand, Leopold, übernahm 1806 die Familiengeschäfte. Auf Wunsch von Maria Theresia vergrößerte er die Zucht, um dem Militär mehr Pferde zur Verfügung stellen zu können. Die Zucht Leopolds sorgte für die Farbtupfer in der Kavallerie des Militärs.

Historische Erwähnung fanden die Pferde der Kinskys als Gräfin Cristine Kinsky 1815 nach der Niederlage Napoleons zum Wiener Kongress reiste. Der Erbfolger Graf Oktavian erwarb sich große Verdienste in Zucht und Pferderennsport in Böhmen. Er begann mit der systematischen Erfassung der Herden und erstellte 1838 das erste Zuchtbuch. 6 Jahre vorher gründete er bereits die Ostrover Vollblutzucht. 1836 begründete er die Tradition der böhmischen Parfource-Jagden. In dieser Epoche wurde auch der bekannte Hengst “Cäsar” von der Isabell Stute “Themby II” und dem Vollbluthengst “Prinz Djahura” geboren. Dieses Hengstfohlen “Cäsar” gilt als wichtigster Vererber der Kinskyschen Isabellen und Falben. Mit dem Übergang vom Jagdreiten zum Hindernisrennen begann auch die Geschichte des Großen Pardubicer Steeplechase an dem die Pferde der Familie Kinsky oft teilnahmen und viermal siegreich waren. Graf Zdenko Kinsky führte im Geiste des Grafen Oktavian die Geschichte des Gestüts und der Familie fort. Zur Blütezeit der Familie umfasste der Besitz 54 Dörfer, 16 Wälder und 24 Gehöfte.

Im Jahre 1948 wurde die Familie enteignet. Doch noch 1966 gewann im Großen Pardubicer Steeplechase der Kinskysche Zuchtnachfolger Nestor. Die Familie emigrierte, ihre edlen Pferde blieben in Chlumec. Später wurden die Pferde von den Gestüten Slatinany und Kladruby an der Elbe übernommen. Weitere Besitzer folgten. Die Zucht wurde bis 1968 nicht mehr konsequent weiterverfolgt. Danach vereinigte der Direktor Mischka die besten noch vorhandenen Pferde aus der Zucht Kinsky in Ostrov. Danach kam es zur Stabilisierung der Zucht. Einigen Anteil hatten auch die Direktoren Nyvlt, Dr. Zalis und Ing. Ornst.

Nach 1989 übernahm das Ehepaar Pulpan die Herde, mit der sie bereits jahrelang gearbeitet hatte. Momentan besteht die Herde aus 65 Pferden, 4 Hengsten, 20 Zuchtstuten und jungen Pferden. Seit der Grafen Oktavian und Zdenko Kinsky besteht eine ununterbrochene Linie zu den heute lebenden metallglänzenden Pferden.

Dies findet auch seinen Ausdruck in der fortgesetzten Namensgebung der heute lebenden Pferde. Das heutige Gestüt in Chlumec an der Cidlina ist Zentrum des Zuchtverbandes des Kinskyschen Pferdes und des Clubs Equus Kinsky mit dem Vorsitzenden Dr. Radslav Kinsky.

Die Pferde repräsentieren den Typus Hunter mit gutem Exterieur und Leichtrittigkeit, attraktiver Farbe und besonderem Charakter. Auch sportliche Platzierungen in Military, Dressur und Parcourspringen wurden erzielt. Die kontinuierliche Zuchtlinie ergibt ein ideales Familien- und Hobbypferd. Ebenso werden die Pferde als Western- oder Gespannpferde genutzt. Kinskysche Pferde sind lebendige Zeugen der traditionellen böhmischen Zucht und Kultur.

(Auszug aus der Homepage Equus Kinsky des Gestüts in Chlumec Dez. 2000)